Chaos auf dem SChreibtisch.

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„Du meinst es besteht der Verdacht, daß der Jungevergiftet wurde? Ich dachte er ist an den Folgen des Unfalls gestorben.“ Ingar sah ihn entsetzt an.

„Sven, du weißt doch ich darf dir sowas nicht in einer laufenden Ermittlung sagen. Aber er war nicht so schwer verletzt, daß er daran hätte sterben müssen. Meinte der Arzt. Deshalb die Obduktion. Ich halte dich auf dem Laufenden, wenn es etwas offizielles gibt. Woher kennst du denn den Jungen überhaupt?“

„Er wollte mich treffen. Doch bevor wir miteinander reden konnten wurde er zusammen gefahren. Ich habe nicht mal seinen Namen erfahren können. OW könnten seine Initialen sein. Passt ja aber nicht zu den Namen, die du mir gesagt hast. Wie steht es denn mit den Vermißten?“

„Bisher hatten wir nichts konkretes. Vielleicht können wir ja mit den Initialen was anfangen. Mal sehen.“

„Und das Auto?“

Wir sind dran aber wie gesagt das wird noch…

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schlechte Nachrichten

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Als die beiden am Bahnhof angekommen waren machten sie sich auf die Suche nach den Schließfächern im Untergeschoß. Lange Reihen mit Schränken für alle möglichen Größen von Koffern reihten sich an einander. Am Mittelgang waren die Zahlen der jeweiligen Schränke in den Seitengängen angeschrieben. Schnell fanden sie das Fach mit der Zahl 163. Es stand sperrangelweit offen und als Sven die Tür schloß befand sich ein Schlüssel im Schloß.

„Irgendwie sind wir hier wohl falsch. Was nun?“ fragte Ingar.

Sven drehte den Schlüssel hin und her und betrachtete ihn gedankenverloren. Langsam gingen sie in Richtung Ausgang. Als Svens Blick in einen der Seitengänge fiel blieb er stehen. Ein Mann in Uniform öffnete ein Fach mit einem der Schlüssel an einem großen Schlüsselring. Nach einander nahm er mehrere Taschen heraus und stellte sie auf einen Trolli auf dem noch einige andere Koffer standen.

„Sind das abgelaufene Schließfächer?“ fragte Sven. Der Mann…

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Das Reisebüro

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Das Reisebüro befand sich ein paar hundert Meter vom Park entfernt. Als sie es betraten blieb ihnen im ersten Augenblick der Atem weg. In jedem Winkel des Büros glommen Räucherstäbchen. Der Klang von budistischer Meditationsmusik erfüllte den Raum ebenso erdrückend wie der Rauch.

„Hallo?“ rief Ingar die als erste wieder zur Besinnung kam. An den Wänden hingen vor allem Plakate von Veranstaltern die Esoterikreisen anboten. All das passte so garnicht zu dem Flyer, den der Mann im Park verteilte. Sie betraten vorsichtig die hinteren Räume. Auf einer Reismatte saß im Jogasitz eine ältere zierliche Dame mit geschlossenen Augen, die ebenfalls alle Merkmale aufwieß, die zu dem Klischee der Esoterikanhänger gehörte. Graue lange Haare, vermutlich selbstgebatigtes T-Shirt und eine in Regenbogenfarben geringelte Legins und um den Hals trug sie mehrere Ketten mit Glas- oder Holzperlen. Sie war gänzlich in ihre Meditation versunken.

Sven räusperte sich vernehmbar. Doch sie reagierte nicht. Erst…

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Aasgaier

Hi schaut doch auch gerne bei mir mal vorbei.

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Er sah sich um. Schaulustige wagten es endlich näher zu kommen. Das Blaulicht war nun endlich in der Ferne zu sehen. Es fuhr am Park entlang und kam näher. Er angelte die Taschentücher aus der Tasche des jungen Mannes und versuchte das Blut aufzuhalten. Der Boden war übersäht mit Prospekten. Auf einem der Prospekte sah Sven eine notierte Telefonnummer. Er hob es auf. Es war tatsächlich ein Prospekt eines Reisebüros hier ganz aus der Nähe. Die Telefonnummer war nicht aus Stockholm. Zusammen mit dem Schlüssel steckte er das Papier in seine Tasche.

Als der Notarzt endlich da war mußte er zunächst erst einmal die Passanten beiseite scheuchen. Jeder wollte nun, wo man nicht mehr helfen mußte sehen was da geschehen war.

„Wie die Aasgaier!“ fauchte Sven zu Ingar die abseits auf ihn wartete.

„Was habt ihr denn geredet? Ich konnte Euch nicht verstehen.“ wollte Ingar wissen.

„Das war unser Mann…

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Das Treffen

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Was könnte diese Abkürzung nur bedeuten. Sven ertappte sich dabei, wie er sein Kinn kratzte. Als er seine Hand auf die Lehne seines Sessels legte und zu Ingar hinüber schaute bemerkte er, daß sie die selbe Pose eingenommen hatte. Er lächelte vor sich hin.

„Hm- Kannst auch unten Parken?…“ murmelte er.

„Kebab aus unbehandelter Putenhaltung?“ erwiderte Ingar.

„Was ist denn bitte unbehandelte Putenhaltung?“ Sven schüttelte den Kopf und mußte lachen.

„Keine Ahnung und Probleme!“ antwortete Ingar. Ihre Unterhaltung verlief noch eine ganze Weile in Vier-Wort-Sätzen mit diesen Anfangsbuchstaben. Irgendwann gaben sie auf und machten sich auf verschiedenen Internetseiten auf die Suche nach einem schreibwürdigen Thema für einen Beitrag zur morgigen Ausgabe. Bis zur täglichen Redaktionssitzung gegen 10.00 Uhr hatte er sich schließlich zwei Ideen aus den Fingern gesogen. Die Sitzung zog sich immer mehr in die Länge und als Sven und Inga schließlich das Büro verließen war es gerade recht…

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Der Schlüssel

DSC_0098-1An meinem Schlüsselbund hängen einige Schlüssel. Für die Eingangstür zu unserem Haus und unserer Wohnung, zu meinem Leben. Natürlich der Schlüssel für mein Auto und das Leben da draußen. Der Schlüssel zum Briefkasten der mir das da draußen nach hause bringt. Und der Schlüssel zu dem Vorhängeschloß das meine Schätze hütet.

Aber es hing seit Jahren auch ein Schlüssel an dem Bund, der zu einem Schloß gehört das in einer Türe war, die ein Haus öffnete, das einmal ein wichtiger Teil meines Lebens war. Mit vielen Licht- und vielen Schattenseiten. Fast zwei Jahre wohne ich dort nicht mehr und doch hat es dieser Schlüssel geschaft ein Teil meines Bunds zu bleiben, denn immer mal wieder mußte ich dort etwas erledigen, Etwas holen, Etwas zurückbringen. Das Kapitel war nicht abgeschlossen. Bis vor ein paar Tagen. Da wurde das Haus abgerissen.

Da der Schlüssel nun kein Schloß zum Schließen mehr hat brauche ich ihn auch nicht mehr mit mir herumtragen. Deshalb habe ich ihn neulich von meinem Ring genommen und an unser Schlüsselbrett gehängt. Einen entgültigen Platz dafür habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht bleibt er dort hängen. Vielleicht findet er seinen Platz bei unseren anderen Schlüsseln in einer Kiste. Vielleicht kommt er aber auch zu den Dingen die ich in meinem Nachttisch aufbewahre, wie die Uhr meines Vaters oder den ersten Schuh meines Sohnes. Aber eines habe ich auf jedenfall schon gemerkt.

Der Schlüssel war recht groß und schwer und machte den Schlüsselbund manchmal recht sperrig. Genauso war dieses Teil meiner Erinnerung recht sperrig. Seit ich den Schlüssel abgenommen habe fühlt sich mein Schlüsselbund so viel leichter an. Ob sich auch mein Leben leichter anfühlen wird? Die Zeit wird die Antwort bringen.

Ah jetzt ja eine Insel

Ich treibe auf dem endlosen Meer

Zu essen nichts und nichts zu trinken

Meine Seele ist wund, müde und leer

Meine Hoffnung beginnt zu sinken

Den Augen trau ich lang schon nicht mehr

Öd und leer sind meine Tage

Vertrauen war, ist lange schon her

Jeder Gedanke wird mir zur Plage

Plötzlich am Horizont Land in Sicht

Die Freude weckt Kräfte in mir

Mühe und Anstrengung scheue ich nicht

Zur Insel! Es zieht mich zu ihr

Sie verheißt mir Hoffnung und Leben

Ich will alles tum um sie zu erreichen

Mein Ziel soll sie sein und mein Streben

Will nie wieder von ihr weichen

Doch ach! Oh Schreck, welch Erwachen

Die Insel ist viel zu klein

Mein Gott was soll ich nur machen

Sie kann mein Zuhause nicht sein

So leg ich schnell ab mit blutendem Herz

Blick nicht mehr zurück zu dem Land

Ertrage auch weiter den brennenden Schmerz

Halt das Ruder fest in der Hand

Nehm hin meine missliche Lage

Halt lieber aus die Not

Als dort bis ans Ende der Tage

Zuwenig zum Leben und Tod